Lichtfigur und Raumstruktur
49 Leuchtstoffröhren, 189 Knoten
Breite 770 cm, Höhe 770 cm, Tiefe 155 cm
Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB), Berlin
Architektur: Staab Architekten

Auf dem Campusgelände Nord der Humboldt-Universität zu Berlin entsteht derzeit ein Neubau des Berlin Institute for Medical Systems Biology. Die baukünstlerische Arbeit SPLASH gestaltet den Luftraum oberhalb der Dachkante des begehbaren Gebäudeflügels. Sie hat keine Rückseite und kann sowohl vom Vorplatz als auch von der Dachterrasse gelesen werden. Sie erscheint wie ein zufälliges Zusammentreffen sich überschneidender Lichtstäbe, die an mehreren Stellen aus einer streng geometrischen Raumstruktur ausbrechen. Die 49 gleich langen Lichtstäbe wirken, als ob sie in den Luftraum geworfen und mittels eines quadratischen Rasters geordnet oder auch kartiert wurden. Während in der Ansicht alle Lichtstäbe kreuz und quer laufen, liegen sie in Grundriss und Schnitt parallel.

Lichtskulptur aus 94 handgefertigten Leuchtstoffröhren
CDC 55 Timeless Xin-Yi Residential Tower in Taipeh, Taiwan
Breite 2790 cm, Höhe 120 cm, Tiefe 180 cm
Architektur: Richard Meier & Partners

Standort der künstlerischen Arbeit Papillon ist die Lobby des Xin-Yi Residential Towers in Taipeh. Dieser sich noch im Bau befindende Wohnturm steht an einer stark frequentierten Straßenkreuzung im Herzen des Xin-Yi Districts. Ein dem Gebäude vorgelagerter parkähnlicher Grünstreifen vermittelt zwischen dem öffentlichen Leben der Stadt und der Intimität des geplanten Wohnturms. Die lichtkünstlerische Arbeit bezieht sich auf die vorgefundene architektonische Situation. Der Entwurf nimmt die Ost-West Achse der Lobby auf und betont diese Parallele der Xin-Yi Road durch eine Abfolge aus weiß leuchtenden Impulsen, die sich wie ein Band zwischen die zwei Schmalseiten des Innenraumes spannen. Papillon ist eine Skulptur aus Glas und Licht, die sowohl tagsüber als auch nachts den Luftraum der Lobby bespielt und mit Licht und suggerierter Bewegung einen Übergang von Innen nach Außen schafft.

Außenskulptur aus 189 Ikosaedern zwischen Gräsern
Polyeder aus orange-rot pulverbeschichtetem Stahlblech
Friedrich-Löffler-Institut Insel Riems
Architektur: Itten+Brechbuehl AG Bern
Fotografie: Alexander Obst & Marion Schmieding

Das Friedrich-Löffler-Institut erforscht vornehmlich die Infektionskrankheiten von landwirtschaftlichen Nutztierarten sowie angrenzende Wissenschaften; unter anderem Molekularbiologie, Virusdiagnostik, Immunologie und Epidemiologie.
Viren haben elektronen-mikroskopisch und nanofotografisch darstellbare Formfülle. Diese teils ausbordenden Formen bauen sich auf geometrische Körper auf, vor allem auf Ikosaeder. Das Ikosaeder ist ein von 20 deckungsgleichen, gleichseitigen Dreiecken begrenzter regelmäßiger Körper.
Der Aufbau von Viruspartikeln unterliegt einem autokatalysatorischen Prozess. Da die Morphologie bei einer Vielzahl von Viren einer strikten Geometrie folgt, können sich Viruspartikel in so genannten parakristallinen Strukturen anordnen. Dieses Prinzip der quasikristallinen Strukturen wurde in dem Entwurf Insulaner aufgegriffen und mit der Form des Ikosaeders in Verbindung gebracht: In teils diagonalen, teils orthogonalen Reihen ordnen sich die 189 Polyeder zu einer großen amorphen Form an. Dabei ändert sich je nach Standpunkt des Betrachters die Perspektive.
Die orangerote Großform passt sich dem zur See hin leicht abfallenden Gelände an und erweckt den Eindruck, als ob einzelne Elemente in Bewegung seien.

Lichtobjekt aus 101 Leuchtstoffröhren
in elf hintereinanderliegenden Ebenen
Breite 1170 cm, Höhe 2000 cm, Tiefe 300 cm
Kongressgebäude Kap Europa
Messe Frankfurt am Main
Architektur: ECE Projektmanagement, Hamburg
Fotografie: Wolfgang Günzel, Erwin Hoel

Das Lichtobjekt Crossover besteht aus 101 jeweils 2 Meter langen, handgefertigten Glasrohrkonturen. Die Leuchtfarbe ist durchgehend weiß.
Crossover bespielt den 27 Meter hohen Luftraum im Foyer des Kongressgebäudes, indem die Bewegungsmuster der Rolltreppen aufgenommen und als eine Abfolge unterschiedlich langer Impulse, die wie unregelmäßig verlaufende Besucherströme scheinen, illuminiert werden.

Dreiteiliges Lichtobjekt aus 182 Leuchtstoffröhren
14 Module aus jeweils 13 Röhren
Ø 132,5 cm, Breite 2720 cm
Technik- und Logistikzentrale
Neubau Bundesnachrichtendienst, Berlin
Architektur: Henn Architekten, Munich/Berlin/Shanghai/Beijing
Fotografie: Alexander Obst & Marion Schmieding

Strom akzentuiert die zentrale Erschließungshalle sowie die Galerie am Ende von Brücke Süd durch drei schwebende Raumskulpturen aus weißen Leuchtstoffröhren. In einer fließenden Bewegung führt diese filigrane Großform in Breite und Tiefe des Gebäudes und verbindet Erschließungshalle, Brücken und Galerieebene.
Aus der verglasten Eingangshalle strahlt der zusammenhängende Leuchtkörper wie eine große schwebende Wolke in den Stadtraum und schafft mit Licht und suggerierter Bewegung einen Übergang von Innen nach Außen.

Objekt aus 90 Leuchtstoffringen
∅ 75 cm, Länge 1800 cm
Verbindungstunnel zwischen Alt- und Neubau
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Architektur: Richard Meier & Partners, New York/Los Angeles
Fotografie: Wolfgang Günzel

Der zweiteilige Gebäudekomplex des Arp Museum Bahnhof Rolandseck setzt sich aus dem historischen Bahnhofsgebäude direkt am Rhein und dem auf einer Anhöhe dahinter liegenden Museumssneubau von Richard Meier zusammen. Ein in den Berg führender Stollen verbindet die zwei Ausstellungsorte.
Die Lichtspirale Kaa hängt so von der Decke ab, dass sie dem Eindruck einer schlangenförmigen Bewegung gleichkommt, die den Besucher vom Altbau durch den Berg in den Neubau führt.

Lichtobjekt aus 93 Leuchtstoffröhren
∅ 275 cm, Länge 2600 cm
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main
Architektur: Nickl & Partner Architekten AG, München/Berlin
Fotografie: Wolfgang Günzel

Die Eingangshalle der Universitätsklinik fungiert wie ein öffentlicher Platz zwischen Forschungstrakt, Universität und Bettenhaus. Die Lichtinstallation Pirouette legt sich wie eine dreidimensionale Zeichnung in den Luftraum der gläsernen Halle und tritt mit der Architektur in Dialog. Jedem der drei Bereiche wird ein Schenkel zugeordnet.
Diese drei Seiten schweben hintereinander versetzt im Raum und berühren sich nicht. Im Schnitt liegen alle Eckpunkte auf der selben Kreislinie.

Installation über drei Etagen
12 Objekte aus 66 Leuchtstoffringen
Landeszentralbank Baden-Württemberg
Hauptstelle Karlsruhe
Architektur: Günter Hermann Architekten, Stuttgart
Fotografie: Markus Geldhauser

Den repräsentativen Teil der Landeszentralbank stellt die zur Straße hin verglaste, dreistöckige Publikumshalle dar. Die künstlerische Arbeit gestaltet die Deckenbereiche der drei Etagen. Sie schafft transparente Strukturen, die ihre Konstruktion zeigen und den Blick in den Raum freigeben. Bei Nacht wird die Fassade wie ein Schaufenster zur Stadt beleuchtet.
Als Anregung dienten visuelle Motive auf Geldscheinen. Diese Guillochen sind ineinander verschlungene Linienraster, die in sich leichte Unregelmäßigkeiten bergen und eines der gesetzlich festgegelegten Sicherheitsmerkmale darstellen.

Flickwerk aus 28 Wohnzimmergardinen
Höhe 410 cm, Breite 1500 cm
Kunst- und Kunstgewerbeverein Pforzheim
Reuchlinhaus
Architektur: Manfred Lehmbruck, Stuttgart
Fotografie: Markus Geldhauser

Das von Manfred Lehmbruck entworfene Reuchlinhaus ist ein unter Denkmalschutz stehendes Kulturzentrum im Stadtgarten von Pforzheim. Die temporäre Installation Fensterbilder vor der Galerie zum Hof kommentiert den für dieses Gebäude charakteristischen Übergang von innen nach außen mittels einer raumhohen Verglasung.
Der Ausstellungsraum blieb leer und wurde optisch vergrößert, indem vor der Fensterebene an der überkragenden Gebäudekante ein Flickwerk aus 28 gebrauchten Wohnzimmergardinen montiert wurde.